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00135

Wiedereröffnung an neuem Ort

Heute wurde die Begegnungsstelle "Grenzenlos", in Königswinter, wieder und neu eröffnet.
Wieder, weil sie schon in der Fußgängerzone der Altstadt lange existierte, neu eröffnet, weil die Räume nicht weiter zur Verfügung standen und deshalb an einem anderen Ort in der Altstadt, in der Wilhelmstr. 45, neu eröffnet.

Es war eine bunt gemischte Besuchergruppe, die sich dort traf, um diese Eröffnung zu feiern. Neue Räume, größere Räume, es gab Feiergrund, weshalb auch von Ehrenamtlichen und Besuchern reichlich Essen und Trinken gespendet wurde.

Am Anfang waren auch mehrere Repräsentanten der Stadt da, u.a. Bürgermeister Lutz Wagner, der auch eine Rede hielt.
Leider hielten die Besuche der Repräsentanten nicht lange, sie waren
relativ schnell wieder weg.
Ob sie anderes oder besseres vorhatten ist nicht bekannt. Schade ist es allemal, man hätte doch bei der Gelegenheit tiefer ins Gespräch einsteigen können.
Frau Sabine Bembenek, die von der Stadt Verantwortliche mit enormen integrativen und organisatorischen Fähigkeiten, war im weiteren Verlauf eine Bereicherung der Veranstaltung.

Die Atmosphäre war trotz dem widrigen Wetter sonnig, die Begegnungen freundlich, die Menschen einander zugewendet.

Als ich von der heutigen Veranstaltung erfuhr, überlegte ich für mich:
Welche Meinung habe ich eigentlich zu Begegnungsstätten? Wie sehe ich das,
welchen Sinn und Zweck erkenne ich darin?

Das überlegen ging nicht in Minuten oder gar Sekunden, sondern es war vieles, das mir durch den Kopf ging.
Z.B. der Gedanke: Wie würde Integration, eines der Alibiwörter, über die man jahrelang diskutieren kann, ohne etwas grundsätzlich zu ändern, wie würde Integration funktionieren, wenn Kinder, kleine Kinder, dafür zuständig wären?
Wie würde Integration ablaufen?
Ganz einfach: Durch Begegnungen. Kinder begegnen sich, sie verstehen sich, über alle Sprachbarrieren hinweg. Sie umarmen sich, einfach so, weil ihnen danach ist. Sie lächeln sich an, weil sie im Gegenüber etwas erkennen, was andere vielleicht nicht sehen. Sie lieben sich auf eine Art und Weise, die Erwachsene gar nicht mehr kennen.
Meine Meinung dazu? Kinder, kleine Kinder, haben meist noch intakte Emotionen. Und sie lassen sich davon leiten, sie haben aber auch ein natürliches Gefühl für Böses, dem sie auch nachgeben. Ist ja auch normal.

Was sie aber von den Erwachsenen unterscheidet:
Sie haben keine Vorurteile. Ihnen ist es völlig egal, ob einer braun, weiß, schwarz, gelb grün oder geschminkt ist. Für sie sind die Menschen gleich, wenn man ihr Gefühl nicht zerstört.

Auf dem Hintergrund, dass ich weiter oben schrieb, Integration mit Kindern würde durch Begegnungen funktionieren, möchte ich dazu auffordern:

Lasst uns mehr wie Kinder sein. Lasst uns nicht danach schauen, wie jemand aussieht, welche Kleidung er trägt, wie seine Haut aussieht usw..
Lasst uns einfach Begegnung zu etwas Freundlichem werden, dazu lädt die Begegnungsstelle "Grenzenlos" ein.
Lasst Begegnungen einfach ohne Misstrauen zu.
Nur so kann Integration funktionieren, nur so kann man sich näher kommen, nur so kann man sich kennen lernen. Frei von vorgefassten Meinungen.

Manchmal lösen Ereignisse auch Träume in mir aus.
So ein Traum wäre:
Eine Begegnungsstelle, in der sich alle wohlfühlen, die Kleinen und die ganz Kleinen, die etwas Größeren, die von sich überzeugt sind, sie seien Erwachsene, die Oma und der Opa, das Kopftuch und die Vollverschleierung, die ohne Kopfbedeckung, einfach alle. Das fände ich toll.

Zum Schluss sei noch erwähnt, ganz wichtig:

Königswinter ist bei Integration sehr fortschrittlich, und sehr zugewendet.
Der neue Stadtrat brachte neuen Wind mit, und in der Hoffnung, es geht so weiter, bin ich seit heute ehrenamtlich beim Frauentreff dabei, mit Frauen, die sich deutsch unterhalten wollen. Eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue




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