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Königswinter, 12.07.2021

Ein Denkmal für Esther Bejarano


 Königswinter, 12.07.2021


Es gibt Menschen, mit denen fühlt man sich, ohne sie zu kennen, verbunden.
Man hört über sie, man hört von ihr, man lauscht aufmerksam jedem Wort.
Manche Menschen haben einen Mut, sind Helden oder eben auch Heldinnen.
Die größte Heldin, die ich kenne ist Esther Bejarano.


Mit 19 Jahren wurde sie in ein KZ verbracht, mit der Zukunftsaussicht ermordet zu werden.

Sie hatte Glück, sie sang im Mädchenchor und deshalb überlebte sie,

was aber an keinem einzigen Tag sicher war.
Nie wusste sie, ob sie am nächsten Tag auch noch lebte.


Natürlich hatte sie Angst. Helden und Heldinnen haben immer Angst, aber tun trotzdem das, was sie für richtig halten. Sie tun es trotz der Angst. Sie bekämpfen das Angstauslösende auch bei Lebensgefahr.


Esther Bejarano hat auch nach dem KZ nicht aufgegeben, sie hat weiter gekämpft.
Viele Jahre hat sie dann zumsammen mit der „Microfone Mafia“ zusammen gesungen gegen Nazis, gegen  Gewalt und diese Gruppe zu erleben, live, war wirklich ein Erlebnis.

Da hatten sich welche mit dem gleichen Ziel zusammen getan.


Zuletzt habe ich sie erlebt, es muss 2018 gewesen sein, beim „UZ Pressefest der DKP“ in Dortmund.


Sollte es noch Pressefeste der DKP geben, werde ich sie dort vermissen, an sie denken.

Ich bin traurig, dass sie nicht mehr da ist, so viele brauchten sie als Ermutigung weiter zu kämpfen.

Es gibt viele Denkmäler von Menschen, die Herrscher waren, z.B. das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Königswinter.

Viel wichtiger ist es einer Frau ein Denkmal zu setzten, die immer für die Menschen gekämpft hat, die nie aufgegeben hat, die ihren Mut für andere als Ermutigung weiter gab.
Dieser Frau muss Deutschland ein Denkmal setzen.
Sie hat die schlimmste Vergangenheit Deutschlands überlebt, bei täglicher Bedrohung durch die Ermodung und sie hat nie aufgegeben, ist wieder nach kurzer Zeit in Palästina nach Deutschland zurück gekehrt und hat bis zu ihrem Tode gegen Nazis gekämpft, die heute wieder da sind und unter dem Deckmäntelchen der „Meinungsfreiheit“ fast alles sagen dürfen und die sogar im Parlament sitzen.


Dieser Frau muss man ein Denkmal setzen, denn viele Menschen brauchen sie auch nach ihrem Tod.

Ich habe keine Erfahrung darin, aber wer weiß, wie man das machen muss, bitte eine Petition eröffnen, ein Denkmal für Esther Bejarano.

Das Video, das ich ein setze, ist ein wenig wackelig, aber ich halte, dummerweise, das gebe ich zu, die Kamera frei in der Hand und bei 12 Minuten ist das schwierig.




Esther Bejarano


 
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